Hier findest du eine ausführliche, leicht verständliche Anleitung, mit der du richtig gute Frikadellen hinbekommst. Außen knusprig, innen weich und saftig. Perfekt für Familienessen, Wochenendküche oder ein schnelles Meal-Prep.
Zutaten für Frikadellen
- 500 Gramm Hackfleisch
- 1/2 große Zwiebel
- 2 Eier
- 1/2 Packung 8 Kreuter
- 2 Esslöffel Senf
- Paprika Edelsüß
- Pfeffer
- Salz
- Paniermehl
Anleitung: Frikadellen richtig zubereiten
Frikadellen gehören zu diesen Gerichten, die sofort nach Zuhause schmecken. Jeder kennt sie, jeder mag sie, und doch macht sie jeder ein bisschen anders. Damit du am Ende schön lockere, saftige und aromatische Frikadellen bekommst, gehe ich alle Schritte in Ruhe durch. Die Zutaten sind simpel, das Ergebnis hängt aber davon ab, wie du sie mischst, formst und brätst.
Ich nehme hier deine Zutaten als Basis: 500 Gramm Hackfleisch, eine halbe große Zwiebel, zwei Eier, eine halbe Packung „8-Kräuter“, zwei Esslöffel Senf, Paprika edelsüß, Pfeffer, Salz und Paniermehl. Daraus entsteht ein klassischer Mix, der eine gute Bindung bekommt und gleichzeitig genug Feuchtigkeit behält.
Damit du beim Kochen nicht springen musst, fangen wir von vorne an – Schritt für Schritt.
Schritt 1: Die Vorbereitungen
Bevor du loslegst, leg dir die Zutaten und eine große Schüssel bereit. Du brauchst außerdem ein scharfes Messer, ein Schneidebrett, eine Gabel oder einen Schneebesen, einen Löffel und eine Pfanne, die groß genug ist, damit die Frikadellen Platz haben.
Die halbe große Zwiebel schälst du zuerst. Da Zwiebeln beim Braten schnell verbrennen können, lohnt es sich, sie ganz fein zu würfeln. Je feiner, desto gleichmäßiger verteilt sie sich im Teig und sorgt für Saftigkeit, ohne dass einzelne Stücke später stören.
Falls du empfindlich auf Zwiebeln reagierst, kannst du sie kurz in der Pfanne glasig dünsten und abkühlen lassen. Dadurch werden sie milder und verlieren etwas Schärfe. Roh funktioniert es genauso gut, sie geben dann einfach etwas mehr Würze.
Die Kräuter aus der „8-Kräuter“-Mischung sollten aufgetaut sein, falls es sich um TK-Kräuter handelt. Streiche sie einfach glatt in der Packung oder gib sie kurz in eine kleine Schüssel, damit sie sich später gleichmäßig im Fleischteig verteilen.
Schritt 2: Die Hackfleischmasse anrühren
In einer großen Schüssel gibst du das Hackfleisch zuerst hinein. Bei 500 Gramm hast du genug Grundlage für etwa sechs bis acht mittelgroße Frikadellen.
Jetzt kommen die Zwiebeln dazu. Streue sie einfach über das Hackfleisch. Danach rührst du die zwei Eier kurz mit einer Gabel auf und gibst sie ebenfalls in die Schüssel. Die Eier sorgen dafür, dass die Masse zusammenhält und später beim Braten nicht auseinanderfällt.
Als Nächstes rührst du die Kräuter ein. Die halbe Packung 8-Kräuter ist genau richtig, um der Masse eine frische Note zu geben, ohne dass das Ganze zu „grün“ wirkt.
Dann kommt der Senf. Zwei Esslöffel geben den Frikadellen Tiefe und ein kleines bisschen Schärfe. Senf ist übrigens ein echtes Wundermittel in Frikadellen: Er bindet, er würzt und er bringt eine leichte Säure, die den Geschmack rund macht.
Jetzt würzt du alles mit Paprika edelsüß, Pfeffer und Salz. Wie viel genau, hängt ein bisschen vom Geschmack ab, aber als Orientierung kannst du etwa einen Teelöffel Salz, einen halben Teelöffel Pfeffer und einen guten Teelöffel Paprika nehmen. Paprika gibt Farbe, eine warme Note und sorgt dafür, dass die Oberfläche beim Braten aromatisch wird.
Ganz zum Schluss gibst du Paniermehl dazu. Das Paniermehl nimmt Flüssigkeit auf und hält die Masse locker. Fang am besten mit zwei bis drei Esslöffeln an. Wenn der Teig noch sehr weich ist, kannst du später immer noch etwas mehr nehmen.
Jetzt kommt der wichtigste Moment: Die Masse gut durchkneten. Nimm die Hände – auch wenn ein Löffel verlockend klingt, die Hände mischen einfach gründlicher. Knete alles so lange, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. Sie sollte weich, aber nicht flüssig sein und beim Zusammendrücken leicht zusammenhalten.
Schritt 3: Die richtige Konsistenz finden
Damit Frikadellen perfekt gelingen, ist die Konsistenz entscheidend. Wenn die Masse zu feucht ist, verläuft sie in der Pfanne und wird schwer zu formen. Wenn sie zu trocken wird, bleiben die Frikadellen hart.
Um das zu testen, nimm ein kleines Stück Teig in die Hand und forme eine Mini-Frikadelle. Hält sie gut die Form, ohne zu kleben? Perfekt. Klebt sie stark, gib ein bisschen Paniermehl dazu. Wenn sie bröselig wirkt, hilft ein weiterer Spritzer Wasser oder ein kleines bisschen Senf.
Viele machen an dieser Stelle den Fehler, zu viel Paniermehl zu nehmen. Besser ist es, sich an die richtige Konsistenz heranzutasten.
Schritt 4: Die Frikadellen formen
Jetzt teilst du die Hackmasse in gleich große Portionen. Das ist nicht nur schöner fürs Auge, sondern hilft auch beim gleichmäßigen Garen. Du kannst etwa acht mittelgroße Frikadellen formen.
Rolle jede Portion zwischen den Händen, drücke sie dann leicht flach und achte darauf, dass die Ränder nicht aufreißen. Wenn du möchtest, kannst du deine Hände vorher leicht anfeuchten, damit die Masse nicht klebt.
Die klassische Form ist ein flacher „Burger“-ähnlicher Kloß, der aber nicht zu dünn sein sollte. Ziel ist eine goldbraune Kruste und ein saftiges Inneres.
Schritt 5: Die Pfanne vorbereiten
Wähle eine Pfanne, die genug Platz bietet. Wenn die Frikadellen zu dicht liegen, werden sie eher gekocht als gebraten. Gib etwas Öl in die Pfanne. Ob du Sonnenblumenöl, Rapsöl oder ein neutrales Pflanzenöl nimmst, spielt keine große Rolle. Hauptsache, das Öl kann gut erhitzt werden.
Erhitze es auf mittlerer bis hoher Temperatur. Wenn du die Hand kurz über die Pfanne hältst und Wärme spürst, ist sie bereit.
Schritt 6: Die Frikadellen braten
Lege die Frikadellen vorsichtig in die heiße Pfanne. Sie sollten sofort leicht zischen. Jetzt kommt der entscheidende Punkt: Nicht zu früh wenden.
Lass die Frikadellen erst einmal braten, bis sich eine schöne, stabile Kruste gebildet hat. Das dauert meist drei bis vier Minuten. Dann drehst du sie vorsichtig um. Wenn sie zu früh gewendet werden, können sie auseinanderfallen.
Nach dem Wenden reduzierst du die Hitze ein wenig. Die zweite Seite brät ebenfalls einige Minuten. Wenn beide Seiten eine schöne Farbe haben, kannst du die Hitze weiter reduzieren und die Frikadellen langsam fertig garen lassen. Je nach Größe brauchen sie etwa 10–15 Minuten insgesamt.
Wenn du unsicher bist, ob sie durch sind, schneide eine zur Probe an. Das Innere sollte nicht mehr rosa sein, aber noch saftig wirken.
Schritt 7: Ruhezeit
Nach dem Braten lohnt es sich, die Frikadellen ein paar Minuten ruhen zu lassen. Sie ziehen dabei leicht nach und der Fleischsaft verteilt sich gleichmäßig. Dadurch werden sie zarter.
Schritt 8: Serviervorschläge
Frikadellen sind unglaublich vielseitig. Du kannst sie warm mit Kartoffelpüree, Bratkartoffeln, Nudeln oder einem einfachen grünen Salat servieren.
Kalt schmecken sie genauso gut – perfekt für Picknick, Lunchbox oder belegte Brötchen. Ein Klecks Senf oder Gurkensalat dazu, und du hast ein kleines Festessen.
Schritt 9: Aufbewahren und Aufwärmen
Frikadellen halten sich im Kühlschrank zwei bis drei Tage problemlos. Wenn du sie aufwärmst, mach das am besten in der Pfanne bei niedriger Hitze oder kurz im Ofen. In der Mikrowelle werden sie manchmal trocken, lassen sich aber mit einem Glas Wasser daneben etwas schonender erwärmen.
Du kannst sie auch einfrieren. Einmal komplett ausgekühlt, einfrieren und bei Bedarf langsam im Kühlschrank auftauen lassen.
Kalorien für das Rezept berechnet
Ich mache ein paar realistische Annahmen (siehe unten) und rechne dann die Gesamtkalorien sowie Beispiele pro Frikadelle (bei 6 bzw. 8 Stück).
Annahmen (verwendete Referenzwerte)
- 500 g gemischtes Hackfleisch (Ø) ≈ 250 kcal / 100 g → 500 g = 1.250 kcal
- ½ große Zwiebel ≈ 75 g, Zwiebel ≈ 40 kcal / 100 g → 30 kcal
- 2 Eier ≈ 72 kcal / Ei → 144 kcal
- ½ Packung „8-Kräuter“ ≈ 10 g → vernachlässigbar, hier ≈ 3 kcal
- 2 EL Senf ≈ 30 g, Senf ≈ 60 kcal / 100 g → 18 kcal
- Paprika edelsüß ≈ 2 g Gewürz → ≈ 6 kcal
- Paniermehl ≈ 3 EL ≈ 24 g, Paniermehl ≈ 370 kcal / 100 g → ≈ 89 kcal
- Pfeffer / Salz: vernachlässigbar
Rechnung (gerundet)
- Hackfleisch: 1.250 kcal
- Zwiebel: 30 kcal
- Eier: 144 kcal
- Kräuter: 3 kcal
- Senf: 18 kcal
- Paprika: 6 kcal
- Paniermehl: 89 kcal
Gesamt für das ganze Rezept: ~1.539 kcal
Wenn du die Gesamtmenge in mehrere Frikadellen teilst:
- Bei 8 Frikadellen → pro Frikadelle ~192 kcal
- Bei 6 Frikadellen → pro Frikadelle ~257 kcal
Wichtiger Hinweis / Varianten
- Wenn dein Hackfleisch fetter oder magerer ist, ändert das den größten Teil der Kalorien:
- z. B. bei 500 g magerem Hack (≈ 200 kcal/100 g) wäre die Gesamtsumme ~1.289 kcal.
- bei sehr fettem Hack (≈ 300 kcal/100 g) läge die Gesamtenergie eher bei ~1.789 kcal.
- Mengenangaben für Paniermehl und Senf beeinflussen die Kalorien ebenfalls; ich habe 3 EL Paniermehl angenommen.

